Eine Serien von Titan-Transits, Oktober 2025 bis Jänner 2026

2025 kam es zu einer Kantenstellung der Saturnringe. Da Saturn für einen Umlauf um die Sonne knapp 30 Jahre benötigt, tritt diese Konstellation nur rund alle 15 Jahre ein. Sie fand im Frühjahr statt und war nur sehr ungünstig zu beobachten, da Saturn zu dieser Zeit praktisch hinter der Sonne stand. Allerdings kommt es um die Kantenstellung auch zu Transits der Saturnmode vor dem Planeten. Im Fall des größten Saturnmonds, Titan, sind diese auch mit Amateurmitteln zu beobachten.
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Saturn, noch einmal spannend

In der Saison 2025/26 bewegt sich Saturn im Grenzbereich der Sternbilder Wassermann und Fische. Er taucht im Frühjahr 2025 am Morgenhimmel auf; Anfang Sommer 2025 wird er rückläufig in der zweiten Nachthälfte; im Spätsommer 2025 ist er die ganze Nacht zu sehen, Opposition am 21. September; im Spätherbst 2025 in der ersten Nachthälfte, er wird wieder rechtläufig; im Winter 2025/26 dann am Abendhimmel, wo die Sichtbarkeit im Anfang März 2026 endet.
Nachlese: Die wiederkehrende Nova T Coronae Borealis - ein Vortrag von Wolfgang Vollmann
Am 25. April 2025 hielt der bekannte Amateur-Astronom Wolfgang Vollmann einen interessanten Vortrag zur wiederkehrenden Nova T Coronae Borealis (T CrB) im Festsaal des Alpenvereins in der Walfischgasse in Wien.
Aus bisherigen Beobachtungen ergab sich, dass der Stern etwa alle 80 Jahre einen Helligkeitsausbruch zeigt. In seinem Vortrag ging Wolfgang Vollmann unter anderem auch der Frage nach, wann der nächste Ausbruch erfolgen könnte. Dies wird laut Vollmann vermutlich in diesem Jahr nicht mehr der Fall sein. Ein regelmäßiger Blick zum Sternbild der Nördlichen Krone kann dennoch nicht schaden. Bei einem Ausbruch dürfte die Nova die zweite oder dritte Größenklasse erreichen, würde also mit freiem Auge zu erkennen sein. Bei zweiter Größenklasse wäre sie die hellste Nova seit jener im Jahr 1975 im Sternbild Schwan.

Wolfgang Vollmann
Der Vortrag von Wolfgang Vollmann steht am Ende des Artikels als Download zur Verfügung!
Astronomischer Almanach für Österreich
Zur Beobachtungsplanung oder zum Mitnehmen in die Dunkelheit sind gedruckte Unterlagen auch im Computerzeitalter noch hilfreich.
Internationale Beobachtungsprogramme
Der Österreichische Astronomische Verein nimmt derzeit mit Ausnahme der Weiterleitung von Meteorbeobachtungen selbst keine Sammlung oder Auswertung von Beobachtungen vor. Fortgeschrittene Beobachter sollten sich aber an internationalen Programmen beteiligen. Zum Beispiel:
- Mond, Planeten und Kleinplaneten:
- Association of Lunar and Planetary Observers (ALPO): http://www.alpo-astronomy.org
- Sternbedeckungen durch Mond, Planeten und Kleinplaneten:
- International Occultation Timing Association (IOTA): https://occultations.org/