29. März: Partielle Sonnenfinsternis
In den Mittagsstunden des 29. März ereignet sich eine schwache partielle Sonnenfinsternis. Zwischen 11.41 Uhr und 12.55 Uhr MEZ (Zeiten für Wien) schiebt sich der Mond zu maximal 14 Prozent vor die Sonne.
Links: Anblick der Sonne zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung in Wien am 29. 3. um 12.18 Uhr MEZ
Mira im Maximum
Zum ersten Mal seit einigen Jahren können wir um den 15. März 2025 wieder ein Maximum des bekannten veränderlichen Sterns Mira (Omikron Ceti) beobachten. Dieser "wunderbare Stern" verändert seine scheinbare Helligkeit mit einer Periode von rund 330 Tagen um bis zu acht Größenklassen.
Himmelsanblick am 15. März 2025 um 19 Uhr MEZ mit der markierten Position von Mira, die an diesem Tag mit freiem Auge zu sehen sein sollte. Oben links im Bild Orion, oben im Bild der Stier mit Jupiter, den Hyaden und den Plejaden. Bild erstellt mit Stellarium, www.stellarium.org.
Um den 15. März 2025 sollte Mira eine scheinbare Helligkeit von zweiter bis dritter Größenklasse erreichen und somit auch in der Abenddämmerung mit freiem Auge zu sehen sein.
Sehen wir bald die hellste Nova seit 1975?
Der veränderliche Stern T Coronae Borealis (T CrB) ist eine so genannte "rekurrierende Nova". Aus bisherigen Beobachtungen ergab sich, dass der Stern etwa alle 80 Jahre einen Helligkeitsausbruch zeigt. Demnächst könnte dies wieder der Fall sein. Ein regelmäßiger Blick zum Sternbild der Nördlichen Krone ist jedenfalls ratsam, denn bei einer Nova handelt es sich um ein eher kurzes Spektakel.
Lage des Sternbilds der Nördlichen Krone am Osthimmel nach Mitternacht samt dem Ort der zu erwartenden Nova.
Simulation mit Stellarium, www.stellarium.org.
Bei einem Ausbruch dürfte die Nova die zweite oder dritte Größenklasse erreichen, würde also mit freiem Auge zu erkennen sein. Bei zweiter Größenklasse wäre sie die hellste Nova seit jener im Jahr 1975 im Sternbild Schwan.
Astronomischer Almanach für Österreich
Zur Beobachtungsplanung oder zum Mitnehmen in die Dunkelheit sind gedruckte Unterlagen auch im Computerzeitalter noch hilfreich.
Internationale Beobachtungsprogramme
Der Österreichische Astronomische Verein nimmt derzeit mit Ausnahme der Weiterleitung von Meteorbeobachtungen selbst keine Sammlung oder Auswertung von Beobachtungen vor. Fortgeschrittene Beobachter sollten sich aber an internationalen Programmen beteiligen. Zum Beispiel:
- Mond, Planeten und Kleinplaneten:
- Association of Lunar and Planetary Observers (ALPO): http://www.alpo-astronomy.org
- Sternbedeckungen durch Mond, Planeten und Kleinplaneten:
- International Occultation Timing Association (IOTA): https://occultations.org/