Venus im Goldenen Tor, April 2026

Im April 2026 zieht die Venus durch das „Goldene Tor der Ekliptik“. Dabei handelt es sich um eine markante Himmelsregion, die von den zwei bekannten Sternhaufen, den Plejaden (Messier 45) und den Hyaden, gebildet wird. In den Hyaden steht der helle Stern Aldebaran, der ihnen ihre V-Form verleiht; er gehört physikalisch jedoch nicht dazu, sondern steht viel näher bei uns. Die Venus zeigt sich zu diesem Zeitpunkt am Abendhimmel und wandert durch dieses Gebiet, während es sich langsam vom Abendhimmel verabschiedet.
Lyriden im Maximum 2026

Nach den "Winterströmen" der Geminiden Mitte Dezember und Quadrantiden Anfang Jänner steht vom 21. bis 23. April ein Frühlingsgruß für Meteorbeobachtende auf dem Programm. Die Lyriden sind zwar nicht der intensivste Meteorstrom im Jahr, dafür aber der älteste in historischen Quellen erwähnte.
Bildquelle links: EarthSky.org
Himmel ohne Milchstraße
In klaren Frühlingsnächten fällt es zunächst gar nicht auf, doch irgendwann stellt sich die Frage: "Wo ist eigentlich die Milchstraße?". In der Tat ist sie um diese Jahreszeit bei uns so gut wie gar nicht zu sehen. Das hat einen ganz einfachen Grund.
Komet C/2025 R3 (PanSTARRS)

Der Komet mit der offiziellen Bezeichnung C/2025 R3 (PanSTARRS) wurde am 8. September 2025 am Pan-STARRS 2 Telescope (Haleakala-Observatorium auf Maui, Hawaii) entdeckt. Er nähert sich der Sonne auf einer hyperbolischen Bahn und erreicht am 19. April 2026 den sonnennächsten Punkt der Bahn in einer Entfernung von 0,5 AE von der Sonne, was zwischen Merkur- und Venusbahn liegt. Er kann im März und April am Morgenhimmel beobachtet werden.
Komet C/2026 A1 (MAPS)

Der Komet mit der offiziellen Bezeichnung C/2026 A1 (MAPS) wurde am 13. Jänner 2026 von Alain Maury, Florian Signoret, Georges Attard (MAPS survey) entdeckt. Es handelt sich um einen Sonnenkreuzer, also einen Kometen, der der Sonne sehr nahe kommt.
Der Komet hat sich bei seiner Annäherung an die Sonne am 4. April vollständig aufgelöst und ist nicht mehr zu beobachten.